Markteintritt von Deutschen Unternehmern in die Schweiz

Opens internal link in current windowzum Blog: Aktuelle Rechtsprechungen aus dem Beratungsalltag von Swiss Desk

Sie erfüllen Dienstleistungen in der Schweiz? – Wir kennen sie gut.

Die derzeitigen politischen Entwicklungen zwischen der europäischen Union und der Schweiz machen den schweizerischen Wirtschaftsraum für deutsche Unternehmen zunehmend attraktiv. Wer sich für Dienstleistungsaufträge in der Schweiz interessiert und dazu rechtliche Fragen hat, sollte mit uns Kontakt aufnehmen.

Unser Beratungsangebot umfasst:

  • A) Meldeverfahren bei Endsendung
  • B) Mindestlohn bei der Entsendung
  • C) Inkasso in der Schweiz
  • D) Mehrwertsteuer und Fiskalvertretung
  • E) Einfuhrumsatzsteuer
  • F) Unternehmensnachfolge
  • G) Kostengünstige Übertragung von GmbH-Geschäftsanteilen in der Schweiz
  • H) Öffentliche Ausschreibungen

    Foto: Stefan Puchner

    A) Meldeverfahren bei Entsendung
    Arbeiter, die von deutschen Unternehmen in die Schweiz entsendet werden, benötigen für einen Aufenthalt von höchstens 3 Monaten oder 90 Tagen pro Kalenderjahr keine Bewilligung. Sie sind jedoch verpflichtet, acht Tage vor Arbeitsbeginn ihren Einsatz anzumelden. Reine Warenlieferungen ohne Montage fallen dabei nicht unter die Anmeldepflicht. Bei Abgrenzungsfragen oder Fragen, die Ihnen auch www.entsendung.admin.ch nicht beantworten kann, helfen wir Ihnen weiter Opens window for sending email[Kontakt].


    B) Mindestlohn bei der Entsendung
    Unternehmer haben nach Art. 2 EntsG den entsandten Arbeitnehmern die Lohnbedingungen zu garantieren, die in Bundesgesetzen, Verordnungen des Bundesrates, allgemeinverbindlich erklärten Gesamtarbeitsverträgen und Normalarbeitsverträgen (NAV) mit zwingenden Mindestlöhnen (gemäß Art. 360a OR) vorgeschrieben sind. Insbesondere dann, wenn die Mindestlöhne nicht durch Gesamtarbeitsverträge festgeschrieben sind, sind die Abklärung des geltenden Mindestlohnes nicht immer einfach. Falls Sie sich unsicher sind, rufen sie an Opens window for sending email[Kontakt].


    C) Inkasso in der Schweiz
    Wer in der Schweiz Dienstleistungen erbracht hat, will dafür bezahlt werden. Wenn Zahlungen ausstehen, muss sich ein Unternehmer um das Inkasso in einer für ihn unbekannten Rechtsordnung kümmern. Dabei unterscheidet sich das Schweizerische Betreibungsverfahren vom dem Mahnverfahren nach § 688 ff. ZPO. Sollten Sie Forderungen in der Schweiz eintreiben müssen, übernehmen wir das für Sie Opens window for sending email[Kontakt].


    D) Mehrwertsteuer und Fiskalvertretung
    Wer in der Schweiz einen Jahresumsatz von mehr als Fr. 100.000 erwirtschaftet, wird mehrwertsteuerpflichtig nach Schweizer Recht. Der Mehrwertsteuersatz beträgt derzeit 8%. Neben einer Bankbürgschaft und einer vierteljährlichen Abrechnung über die zu zahlende Mehrwertsteuer wird auch ein gesetzlicher Fiskalvertreter zu bestellen sein. Zusammen mit unseren Schweizer Partnern beraten wir Sie dazu gerne und übernehmen auch ihre Fiskalvertretung Opens window for sending email[Kontakt].


    E) Einfuhrumsatzsteuer
    Wer Gegenstände in die Schweiz einführt (und dort beispielsweise verbaut) muss neben Zöllen gegenüber der Eidgenössischen Zollverwaltung auch eine Einfuhrumsatzsteuer in der Höhe von 8% erbringen. Je nach dem, ob der deutsche Unternehmer in der Schweiz bereits Mehrwertsteuerpflichtig ist, ist die zu erbringende Arbeitsleistung bei der Einfuhrumsatzsteuer zu berücksichtigen oder nicht. Sofern ihnen die Schweizer Zolldirektion nicht mehr weiterhelfen kann (www.zoll.admin.ch), tun wir es Opens window for sending email[Kontakt].


    F) Unternehmensnachfolge
    Eine Unternehmensnachfolge muss von langer Hand geplant werden. Gemäss einer Studie des Institutes für Mittelstand Bonn stehen allein in Bayern und Baden-Württemberg über 30.000 Familienunternehmen vor der Nachfolgeregelung. Durch die Abschaffung der Erbschafts- und Schenkungssteuer in den meisten Kantonen eröffnen sich hier zusätzliche Möglichkeiten. Falls Sie dazu mehr wissen wollen, erkundigen Sie sich bei uns Opens window for sending email[Kontakt].


    G) Kostengünstige Übertragung von GmbH-Geschäftsanteilen in der Schweiz
    Vor dem MoMiG war nach Art. 11 EGBGB entschieden, dass die (meist wesentlich kostengünstigere) Beurkundung in der Schweiz möglich war. Nach einer Phase der Ungewissheit, ob die Beurkundung in der Schweiz auch nach der Einführung des MoMiG möglich sein soll (dagegen: LG Frankfurt, ZIP 2010, 88; dafür: OLG München, ZIP 2013, 458) hat der BGH nun entschieden, dass Beurkundungen in Basel den Anforderungen deutscher Handelsregister genügen. Noch Fragen? Fragen Sie uns Opens window for sending email[Kontakt].


    H) Öffentliche Ausschreibungen
    Durch die Zugehörigkeit der Schweiz zum WTO-Übereinkommen über das öffentliche Beschaffungswesen ist es deutschen Unternehmern für Aufträge oberhalb eines bestimmten Wertes grundsätzlich möglich, sich bei der Bewerbung öffentlicher Aufträge mitzubewerben. Das Auftragsvolumen ist enorm. Bis 2030 sind Investitionen von bis zu 170 Milliarden Schweizer Franken in die nationalen Infrastrukturen vorgesehen (Strassen, Schienen, Gebäude, Flughäfen, Energie, Telekommunikation etc.). Die Ausschreibungen werden in offenen und selektiven Verfahren bekanntgemacht (teilweise auf Opens external link in new windowwww.simap.ch). Für weiterführende Informationen zu Vergabegrundsätzen oder Vergabearten oder praktischen bzw. rechtlichen Fragen zu Ihrem Angebot stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung Opens window for sending email[Kontakt].